UVV-Prüfung Firmenfahrzeug: Was Betriebe wirklich brauchen
Zuletzt aktualisiert: 19.07.2026 · Allesparat Redaktion
Firmenfahrzeuge — vom Dienstwagen bis zum Anhänger — sind Arbeitsmittel und müssen einmal jährlich einer UVV-Prüfung durch einen Sachkundigen unterzogen werden. Rechtsgrundlage ist die DGUV Vorschrift 70 (früher BGV D29). Das gilt zusätzlich zur Hauptuntersuchung (TÜV) und ist etwas völlig anderes.
HU vs. UVV — wo der Unterschied liegt
| Prüfung | Zweck | Rechtsgrundlage | Wer |
|---|---|---|---|
| Hauptuntersuchung (HU/TÜV) | Verkehrssicherheit im öffentlichen Straßenverkehr | StVZO | amtlich anerkannter Sachverständiger |
| UVV-Prüfung | Betriebssicherheit als Arbeitsmittel | DGUV V70 / BetrSichV | befähigte Person (i. d. R. Kfz-Werkstatt mit Schulung) |
Ein Fahrzeug kann eine gültige HU haben und trotzdem UVV-mangelhaft sein — und umgekehrt. Bei einer BG-Kontrolle wird der UVV-Nachweis gefragt, nicht der TÜV-Bericht.
Was wird bei der UVV geprüft?
Der Umfang entspricht in weiten Teilen der HU, geht aber teilweise darüber hinaus:
- Bremsen, Lenkung, Beleuchtung, Signalanlagen,
- Reifen, Räder, Aufhängung,
- Fahrgestell, Karosserie, Rost,
- Sicherheitsausstattung (Warndreieck, Warnweste, Verbandskasten),
- betriebsspezifische Aufbauten (Ladefläche, Ladungssicherung, Anhängerkupplung, Kran).
Nach bestandener Prüfung kommt eine UVV-Plakette ans Fahrzeug (meist Innenraum) und ein Prüfbericht wandert in die Fahrzeugakte.
Warum das oft schiefgeht
Die klassische Falle: Der Fuhrpark ist über mehrere Standorte verteilt, jede Werkstatt macht die Termine irgendwie mit — und drei Monate nach Ablauf der Plakette merkt niemand etwas, weil das Fahrzeug einfach weitergefahren wird. Erst wenn die BG die Prüfberichte anfragt (nach einem Unfall oder bei Routinekontrolle), wird die Lücke sichtbar.
Ein zweiter häufiger Punkt: Anhänger und Wechselaufbauten werden vergessen. Auch sie unterliegen der UVV-Pflicht.
Ein Kalender pro Fahrzeug
Der einfachste Fix ist der ehrlichste: pro Fahrzeug ein festes Prüfdatum eintragen, die nächste Fälligkeit automatisch berechnen lassen, den Prüfbericht direkt hochladen. Mit Allesparat machst du das für jeden Wagen einmal — der Rest läuft.
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Häufige Fragen
Ist die UVV-Prüfung für Firmenfahrzeuge Pflicht?
Ja. Nach DGUV Vorschrift 70 müssen alle im Betrieb genutzten Fahrzeuge (Kfz, Nutzfahrzeuge, Anhänger) mindestens einmal jährlich durch einen Sachkundigen geprüft werden.
Ersetzt der TÜV die UVV-Prüfung?
Nein. Die HU (TÜV) prüft die Verkehrssicherheit im Straßenverkehr, die UVV-Prüfung die Betriebssicherheit als Arbeitsmittel. Beides ist parallel Pflicht.
Wer darf UVV prüfen?
Eine 'befähigte Person' im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung — in der Praxis Kfz-Werkstätten mit UVV-Schulung oder qualifizierte Prüfdienstleister.
Was kostet die UVV-Prüfung?
In der Regel 40–80 € pro Pkw, mehr bei Nutzfahrzeugen. Viele Werkstätten kombinieren UVV mit dem HU-Termin oder mit dem regulären Service.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ist keine Rechtsberatung. Prüffristen und Pflichten können je nach Bundesland, Kommune und Gefährdungsbeurteilung deines Betriebs abweichen. Verbindlich sind die jeweils geltenden Vorschriften.